Bundespräsident Gauck besucht Slowenien

Gespräch Bild vergrößern (© Bundesregierung / Sandra Steins)

Bundespräsident Joachim Gauck war vom 25. bis 26. November 2014 für einen offiziellen Besuch in Slowenien. Es war der erste Besuch eines deutschen Staatsoberhauptes in Slowenien seit 12 Jahren. Auf dem Programm in Ljubljana am 25. November 2014 standen u. a. Gespräche mit dem slowenischen Staatspräsident Borut Pahor, Premierminister Dr. Miro Cerar sowie Parlamentspräsident Dr. Milan Brglez und Vertretern der slowenischen Parteien. Bei einem Gala-Dinner, gegeben von Präsident Pahor, traf der Bundespräsident am Abend mit namhaften Persönlichkeiten aus Regierung, Politik, Wirtschaft und Kultur zusammen.

Thema des Besuchs war u. a. ein Erfahrungsaustausch darüber, wie man gesellschaftlichen Wandel sinnvoll begleitet und Entwicklung fördert. Dazu gab es am Nachmittag des 25. Novembers ein Round Table Gespräch zwischen den Sozialpartnern, Unternehmen, Gewerkschaften, Regierung und Institutionen zusammen mit dem Bundespräsidenten und dem slowenischen Staatspräsidenten Borut Pahor.

Ein Schwerpunkt des Programms war zudem die Forschungs- und Bildungszusammenarbeit. Hierfür unterzeichneten die Präsidenten der Technischen Universität Berlin und der Universität Ljubljana am Rande des Programms ein Memorandum of Understanding, das die Zusammenarbeit der beiden Universitäten vertieft.

Am zweiten Tag seines Slowenien-Besuches fuhr der Bundespräsident am 26. November in die Region um Nova Gorica. Er wurde dabei vom slowenischen Staatspräsident begleitet. Gemeinsam besuchten die Präsidenten ein Aus-und Fortbildungszentrum für über 2000 Schüler und Studenten. Für deutsche Firmen, die sich in Slowenien engagieren, ist Aus- und Fortbildung ein wichtiger Standortfaktor und kann zudem einen wichtigen Beitrag zur Verringerung der Jugendarbeitslosigkeit leisten. An der Besichtigung des Ausbildungszentrums nahmen auch an einer Kooperation interessierte Firmen wie Mahle (Lektrika) und BMW teil.

Die beiden Präsidenten besuchten auch das Franziskanerkloster Kostanjevica und stifteten dort eine Bank des Friedens und der Verbundenheit in Europa. Vom Kloster aus kann man auf die ehemals trennende Grenze zu Italien sehen, eine Bahnlinie, die heute mehr denn je die Länder verbindet.

Slowenische Ingenieurskunst und Innovation hat die Delegation im Unternehmen Pipistrel sehen können, wo der Durchbruch in ein neues Zeitalter des Fliegens mit Elektromotor eingeleitet wurde.

Den Abschluss bildete ein Mittagessen in Zemono, bei dem sich Slowenien, nicht nur mit seinen hervorragenden Weinen, sondern auch durch exklusive und phantasievolle Küche von der besten Seite zeigte. 

Der Besuch war geprägt von Freundschaft und Verbundenheit zwischen Slowenien und Deutschland und ihren beiden Staatsoberhäuptern.

Es begleiteten den Bundespräsidenten unter anderen David Gill, Staatssekretär und Chef des Bundespräsidialamtes sowie als Vertreter der Bundesregierung Stephan Steinlein, Staatssekretär im Auswärtigen Amt. Teil der Delegation waren zudem die Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der deutsch-slowenischen Parlamentariergruppe Marie-Luise Dött, Stephanie Spinner-König von der Industrie-und Handelskammer Bayern, IG Metall-Vorstandsmitglied Wolfgang Lemb und der Präsident der Technischen Universität Berlin, Christian Thomsen.

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