Diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Slowenien

Diplomatische Beziehungen Bild vergrößern Diplomatische Beziehungen (© Deutsche Botschaft) Seit der Gründung des unabhängigen slowenischen Staates im Jahr 1991 unterhalten Deutschland und Slowenien enge freundschaftliche Beziehungen. Bei der Anerkennung Sloweniens durch die Europäische Gemeinschaft spielte Deutschland eine nicht unerhebliche Rolle. Deutschland ging bei der Anerkennung des neu gegründeten Staates voran. Formell wurde die Aufnahme diplomatischer Beziehungen am 15. Januar 1992 durch ein von beiden Seiten unterzeichnetes Protokoll vollzogen. Etwas später folgte auch die diplomatische Anerkennung durch weitere Staaten, wie zum Beispiel die USA, Russland und China. So konnte der Weg zur Mitgliedschaft in den Vereinten Nationen bereitet werden, in die Slowenien am 22. Mai 1992 als 178. Staat aufgenommen wurde.

Mit einem umfangreichen Beratungs- und Unterstützungsprogramm trat Deutschland als Förderer der Demokratisierung und des marktwirtschaftlichen Reformprozesses während der slowenischen Transformation auf. Mit dem Beitritt Sloweniens in die EU und Nato im Frühjahr 2004 hat die Partnerschaft eine neue Qualität erreicht. Im Jahr 2007 wurde Slowenien im Januar sowohl Mitglied der Eurozone als auch im Dezember Mitglied des Schengenraums. Im Januar 2008 übernahm Slowenien als erstes osteuropäisches EU-Mitglied die EU-Ratspräsidentschaft, welche im Trio mit Deutschland und Portugal umgesetzt wurde. Zu dem harmonischen Verhältnis tragen auch die guten Handelsbeziehungen zwischen den beiden Staaten bei. Deutschland ist Sloweniens wichtigster Handelspartner.

Wichtige Ereignisse wurden stets durch Besuche hochrangiger Gäste begleitet. So nahm beispielsweise der damalige Bundesaußenminister Klaus Kinkel im Juni 1993 an der feierlichen Einweihung der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Ljubljana teil. Bundeskanzler Gerhard Schröder besuchte am 25. Juni 2001 Slowenien aus Anlass des 10. Jahrestags der slowenischen Unabhängigkeit. Am 15. Januar 2007 wohnte Bundeskanzlerin Angela Merkel dem offiziellen Festakt der slowenischen Regierung zur Einführung des Euro in Ljubljana bei. Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts Andreas Voßkuhle nahm an den Feierlichkeiten zum slowenischen Verfassungstag am 19. Dezember 2013 teil.

Weitere Höhepunkte der diplomatischen Beziehungen waren der Besuch von Bundespräsident Joachim Gauck Ende November 2014 und der Besuch von Bundestagspräsident Nobert Lammert im Mai 2012. Am 30. August 2011 reiste Bundeskanzlerin Angela Merkel erneut nach Ljubljana. Der letzte von zahlreichen Besuchen deutscher Außenminister war Guido Westerwelle im Juli 2010. Bundespräsident Johannes Rau kam im Mai 2002 zum mehrtätigen Staatsbesuch nach Slowenien.

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