Erbrecht

Ein Mitwirken der Botschaft bei Erbfällen ist in der Regel nur notwendig, wenn sich Nachlassgegenstände in Deutschland befinden und der Erblasser zuletzt seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hatte.

Die Botschaft kann keine Auskünfte zu den steuerrechtliche Aspekten bei der Übertragung von Nachlassvermögen geben. Die Botschaft empfiehlt, sich diesbezüglich an einen spezialisierten Anwalt, Steuerberater oder an das Finanzamt zu wenden.

Residenz

Antrag zur Erlangung eines deutschen Erbscheins oder eines Europäischen Nachlasszeugnisses (ENZ)

Ein deutscher Erbschein  oder ein Europäisches Nachlasszeugnis (ENZ) sind immer dann erforderlich, wenn sich der letzte Wohnsitz des Erblassers in Deutschland befand, Nachlassgegenstände (Immobilien; Bankkonten; Aktiendepots; Firmenbeteiligungen) in Deutschland vorhanden sind und kein notarielles Testament vorliegt.

Füller

Erbausschlagung

Wenn Sie Erbe eines Nachlasses in Deutschland geworden sind, haben Sie sechs Wochen (und im Falle des gewöhnlichen Aufenthalts im Ausland sechs Monate) Zeit, falls Sie die Erbschaft ausschlagen möchten. Die Ausschlagung der Erbschaft muss schriftlich gegenüber dem zuständigen deutschen Nachlassgericht erfolgen. Hierfür können Sie den unten stehende Erklärungsvorschlag verwenden. Ihre Unterschrift auf der Erklärung muss beglaubigt werden, z.B. durch die Botschaft.

Kreuz auf Buch

Neue Europäische Erbrechtsverordnung

Auf Erbfälle, die ab dem 17.08.2015 eintreten, findet die Europäische Erbrechtsverordnung Anwendung, die für jeden Einzelnen von großer Bedeutung sein kann. Sie regelt, welches Erbrecht welchen Landes anzuwenden ist, wenn eine Person verstirbt. Hat sich dieses sogenannte Erbstatut nach deutschem Recht bisher aus der Staatsangehörigkeit des Verstorbenen ergeben, so bestimmt es sich für Erbfälle ab dem 17.08.2015 nach dem Recht des Landes, in dem der Erblasser seinen ständigen Aufenthalt hatte, es sei denn, der Erblasser hat in einer letztwilligen Verfügung von Todes wegen (z.B. einem Testament) etwas anderes bestimmt.

Erbrecht

Todesfall

Neue Europäische Erbrechtsverordnung

Kreuz auf Buch

Auf Erbfälle, die ab dem 17.08.2015 eintreten, findet die Europäische Erbrechtsverordnung Anwendung, die für jeden Einzelnen von großer Bedeutung sein kann. Sie regelt, welches Erbrecht welchen Landes anzuwenden ist, wenn eine Person verstirbt. Hat sich dieses sogenannte Erbstatut nach deutschem Recht bisher aus der Staatsangehörigkeit des Verstorbenen ergeben, so bestimmt es sich für Erbfälle ab dem 17.08.2015 nach dem Recht des Landes, in dem der Erblasser seinen ständigen Aufenthalt hatte, es sei denn, der Erblasser hat in einer letztwilligen Verfügung von Todes wegen (z.B. einem Testament) etwas anderes bestimmt.