Ausstellung "Otto Dix: Der Krieg/Vojna"

Ausstellung "Otto Dix: Der Krieg/Vojna" Bild vergrößern (© (Otto Dix) VG Bild-Kunst, Bonn)

Zur Erinnerung an 100 Jahre Ende des Ersten Weltkrieges 1918 – 2018 organisiert die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland mit Unterstützung des Institutes für Auslandbeziehungen (IfA) und in Zusammenarbeit mit dem Museum für Zeitgeschichte Sloweniens eine Ausstellung der Grafik von Otto Dix aus den Jahren 1920-24 unter dem Titel: Der Krieg / Vojna. Die Ausstellung wird vom 30.03. – 06.05.2018 im Museum für Zeitgeschichte Sloweniens, Celovška cesta 23, Ljubljana zu sehen sein und steht unter der Schirmherrschaft des Staatspräsidenten der Republik Slowenien Borut Pahor.

Wilhelm Heinrich Otto Dix (1891-1969) war ein bedeutender deutscher Maler und Grafiker des 20. Jahrhunderts. Otto Dix’ Werk ist von stilistischer Vielfalt geprägt, bleibt jedoch in seiner künstlerischen Grundhaltung dem Realismus verpflichtet. Am bekanntesten sind diejenigen seiner Gemälde, die der Neuen Sachlichkeit (Verismus) zugerechnet werden. Dix gilt als exzellenter Zeichner und hinterließ mehr als 6000 Zeichnungen und Skizzen. Die umfangreichsten Werksammlungen befinden sich im Kunstmuseum Stuttgart und im Museum Gunzenhauser in Chemnitz. Den weltweit größten Bestand an Arbeiten auf Papier besitzt die Galerie Albstadt.

Kurzbiographie:
1891 geboren in Gera-Untermhaus
1919–1922 Studium an der Dresdener Kunstakademie
1927–1933 Professor an der Dresdner Akademie
1933–1945 Amtsenthebung, Ausstellungsverbot
1969 gestorben in Singen am Hohentwiel

Verwundetentransport im Houthulster Wald, 1924 Bild vergrößern (© (Otto Dix) VG Bild-Kunst, Bonn)

Das unmittelbare Fronterlebnis des Ersten Weltkrieges verfolgte Otto Dix ein Leben lang und beeinflusste sein Schaffen nachhaltig. Allein über 600 Zeichnungen sind von 1915 bis 1918 an Kriegsschauplätzen in Belgien, Frankreich und Russland entstanden.

Diese Protokolle waren zusammen mit persönlichen Erinnerungen die Basis für den 1924 veröffentlichte graphische Zyklus "DER KRIEG". Er gibt nicht nur eine authentische Schilderung des Grabenkampfes in den Materialschlachten des Ersten Weltkrieges wieder, sondern demaskiert den Moloch Krieg als solchen. Der aus 50 Blättern bestehende Zyklus wird oft mit den "Desastres de la Querra" von Goya verglichen. Er nimmt unter Dix Hauptwerken einen besonderen Rang ein und steht im Mittelpunkt der Ausstellung.

Wahrhaftigkeit war enorm wichtig für Otto Dix. Sein unerbittlicher Drang, nichts als die schonungslose Wahrheit zu zeigen, war bereits bevor die Nazis an die Macht kamen, vielfach Anlass für Protest und Anfeindung gegen sein Werk.

"Entweder ich werde berüchtigt oder berühmt" sagte der junge Dix einmal. Er wurde beides.